RHEA STANDKE

Die Malerei von Rhea Standke entfaltet vielschichtige Bildräume, in denen florale Strukturen, Licht und kosmische Weiten miteinander in Beziehung treten. Blumen erscheinen dabei nicht als botanische Motive, sondern als offene Zustände des Werdens – als Energien von Wachstum, Bewegung und Ausdehnung. 
 
Die Farbe bildet den Kern ihrer künstlerischen Praxis. In einem langsamen, schichtweisen Prozess entstehen dichte chromatische Felder, deren Leuchtkraft an die innere Strahlkraft von Rubinen und Diamanten erinnert – an ihre Transparenz, Lichtbrechung und Tiefe. Licht wird nicht auf die Oberfläche aufgetragen, sondern scheint aus dem Inneren des Bildes heraus zu strahlen und öffnet den Bildraum von innen nach außen. 
 
Zwischen organischer Bewegung und kosmischer Ordnung angesiedelt, bewegen sich die Werke in einem Spannungsfeld zwischen Natur und Unendlichkeit. Florale Anklänge lösen sich in vibrierende Farbstrukturen auf, während kosmische Bezüge den Bildraum erweitern und den Arbeiten eine zeitlose, räumliche Dimension verleihen. 
 
Standkes Malerei zielt nicht auf Darstellung, sondern auf Erfahrung. Ihre Werke laden dazu ein, in leuchtende Zonen von Farbe und Licht einzutreten – Räume, die nicht entschlüsselt, sondern wahrgenommen werden wollen, im Übergang zwischen Blüte, Kristall und Kosmos.